Bass Fischen in Padua 2007
Nachdem die nächste WM in Italien stattfinden wird, beschlossen Florian und ich eine kleine Erkundungstour zu unternehmen.
Die Verhältnisse sind zwar zur Zeit auch in Norditalien mies, aber immerhin bestand doch der Hauch einer Chance zumindest ein paar Baby Bass zu fangen.
Vor Ort organisierte unser Kumpel Matteo alles Nötige, er kennt die Kanäle und Flüsse in der Umgebung wie seine Westentasche und guidet auch professionell ZETABASS...
Die Anfahrt von Wien dauert ca. 6 Stunden. Hier unser Ausrüstungstruck ;)
Matteo wartete schon an der Slipanlage auf uns. Sein Bassboat ist genau an die kleinen Kanäle angepasst.
Bei 50-60 km/h wurde es schon ziemlich frostig... Das Abklopfen der vielen Uferbüsche brachte nur ein paar verhaltene Zupfer, wir gingen dazu über die Flussmitte mit leichten Finess-Ködern zu beackern.
Wir düsten von einem schönen Platz zum nächsten...
... hier sprudelt ein riesiges Abwasserrohr in den Fluss Brenta. Eigentlich schreit der Platz ja nach Grusis und anderen Dreckfressern aber erstaunlicher Weise ließ sich nur ein mickriger Flussbarsch mit einem 4'' Yamamoto Grub fangen.
Brücken gibt es auch zur genüge, leider wussten die Fische nicht daß von ihnen erwartet wird an den Pfeilern zu stehen :(
Eine new-age Kirche...
Man beachte das Kreuz!
Tag Eins endete eher bescheiden: 5 Bisse versemmelt, ein winz Barsch gefangen.
Der nächste Tag konnte nur besser werden.
Am zweiten Tag verfolgten wir eine andere Strategie. Wir schipperten direkt in's Zentrum von Padua.
Florian hat ein neues Hobby entdeckt:
Mit 50 km/h an Junkies und Muffmolchzupplern vorbeidüsen ;)
Den großen Pool am 9/11 Memorial befischten wir besonders gründlich. Ein Ködergrab erster Güte!
Man beachte die fette Ratte die gerade den Piovego durchschwimmt.
Nach ein paar sehr verhaltenen Fehlbissen gelang Flo ein Kunststück:
Er hakte tatsächlich den 1. italienischen Schwarzbarsch auf einen Keitech Little Spider.
15up! :)
Kein Kanal war zu eng für Matteos Boot - aber Fische fanden wir keine...
Nach ein paar Stunden fischten wir nochmal den "Erfolgsgumpen" ab und wir bekamen tatsächlich einige Bisse auf Drop Shot Rigs. Dieser Bass schaffte es sich beim 4. (!) Anlauf einen Circle-Hook in die Birne zu stechen.
Auch ich bekam ein paar leichte Bisse
Beim 3. oder 4. Biss blieb schließlich dieses Monster hängen. Köder war ein Deathadder Curly.
Nachdem sich nichts mehr tat begann ich mit dem Driftmotor auf Entenjagd zu gehen... Wir verließen die Stadt und fuhren zu einem großen Kanal weiter...
Wegen der starken Strömung kam mit Drop Shots keine Stimmung auf, also wechselten wir auf große Crankbaits...
Wir warfen hunderte Meter dieser Steinschüttung ab, aber ausser vielen Hängern tat sich nichts...
Plötzlich geschah das Unfassbare: Ich bekam einen brachialen Biss auf einen Lucky Craft CB350!
Nach ein paar Sekunden entpuppte sich die vermeintliche Bass-Oma leider als Hecht
Für nordeuropäische Verhältnisse ein interessant gefärbter Fisch
Auf alle Fälle besser als nix!
Langsam wurde es Abend und wir fuhren zurück zur Slipanlage. Hier noch ein Blick auf die alte Stadtmauer von Padua.
Wir machten noch an ein paar Plätzen halt und fischten mit kalten Pfoten halbherzig weiter - Da geschah wieder ein Wunder: Ein völlig ausgehungerter Bass pfiff sich meinen CB350 hinter die Kiemen.
2 Würfe später landete der Köder als Weihnachtsdekoration in einer Birke - R.I.P.
Alles in Allem war es lustiger Kurzausflug. Auch wenn wir diesmal nicht viel gefangen haben, konnten wir trotzdem sehen welches Bass-Potential in dieser Gegend steckt.
Beim nächsten Trip, bei wärmerem Wasser, gibt es sicher mehr zu berichten.
Danke nochmal an Matteo, der sich wirklich angestrengt hat!
TL,
Albrecht
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