Fliegenfischen am Rio Gallegos und Gallegos Chico in Argentinien
Ein paar Tage meines heurigen Frühjahrstrips verbrachte ich in Argentinien. In der Stadt Rio Gallegos waren die Fischerkarten (10$ pro Tag) schnell besorgt und in den Angelgeschäften empfahl man uns den Rio Gallegos bei Bella Vista zu befischen, da dort nicht so viele Spinnfischer die Forellen knüppeln wie in Stadtnähe.
Der Wind hörte selten auf zu blasen. 4-5 Beaufort waren Standard.
Schotterpisten bis zum Horizont...
Nandus, eine Art kleiner Strauß, findet man in Patagonien überall an den Strassen
Nach ein paar Stunden holpriger Fahrt waren wir endlich da... mal wieder am Arsch der Welt. Der Campingplatz hatte zwar weder Dusche noch (halbwegs erträgliche) Toilette, aber der Rio Gallegos und der Gallegos Chico waren nur ein paar 100m entfernt und immerhin gab's kaltes Bier.
Aus der Räuchertonne an die Wand...
Ein kleiner Fuchs (dort Zorro genannt) beobachtet mich
Hier wurde scheinbar ein Schaf vom ständigen Sturm durch den Maschendrat geblasen...
Hier die Überreste des unglücklichen Viehs ;)
Die überlebenden Schafe sind dauernd auf der Suche nach einem schattigen Platz, was in dieser Gegend nicht einfach ist
Nach ein paar Würfen interessierte sich auch schon eine schöne Bachforelle (dort Maron genannt) für meine Trockenfliege
Der Gallegos Chico ist selten über 1m tief. Die Forellen sind ausgesprochen scheu, man sollte einen ordentlichen Abstand zum Ufer einhalten und seine Fliegen nahe an die Krautfelder werfen.
Ist zwar ein räudiges Selbstauslöser Foto, aber solche Fische fängt man nicht jeden Tag trocken.
Kampfstark und traumhaft gefärbt
Der Rio Gallegos ist ein richtig ausgewachsener Fluss, aber durchaus gut bewatbar
Die Fische wurden erst gegen Abend richtig bissig, Rubberleg Fliegen wurden gut genommen
Argentinisches Großmaul
Solche Krautbänke, wie im Hintergrund zu sehen, waren oft für einen Fisch gut
Die einzige Meerforelle die sich für meine Streamer interessierte war leider noch lange nicht ausgewachsen
Diese Bachforelle war gefärbt wie daheim, die meisten anderen in Patagonien sind erheblich fleckiger
Die gefährlichsten Viecher der Pampa... Bei Sonnenuntergang kommen sie aus ihren Löchern und machen den Weg vom Fluss zur Bar zu einem echen Abenteuer...
Früher oder Später erwischt es jeden auf diesen scheiss Schotterpisten... blödes Detail am Rande: Das Reserverad hatte auch kaum Luft
In einer Strassenmeisterei veruchte man uns eine Pumpe zu besorgen... Ich vertrieb mir die Zeit mit der Crack-Pfeife des Chefs :)
Danach ging's wieder zurück nach Chile.
Albrecht
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